FAQ

  • 1. Wie arbeitet die Medizinische Tastuntersucherin (MTU)?

    Im Rahmen einer 30-minütigen strukturierten Untersuchung, im Sitzen und Liegen durchgeführt, bei der sich die MTU mit Hilfe von patentierten Spezialklebestreifen an der Brust orientiert, wird das Brustdrüsengewebe vollständig und gründlich in allen drei Ebenen abgetastet. Bei großer Brust kann die Untersuchung auch bis 60 Minuten dauern.

  • 2. Für wen eignet sich diese Untersuchung?

    Grundsätzlich bietet sich diese Form der Brustuntersuchung für alle Frauen an. Auch wenn im Alter zwischen 50 und 69 Anspruch auf Teilnahme am Mammographiescreening besteht, eignet sich die Medizinische Tastuntersuchung als vorteilhafte Ergänzung, da die Röntgenuntersuchung allein nicht alle denkbaren Brustveränderungen entdecken kann und eine Tastuntersuchung im Screeningprogramm nicht verankert ist.

  • 3. Was kostet die Untersuchung?

    Die Untersuchung wird als delegierte und durch den Arzt verantwortete Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der jeweils gültigen Fassung liquidiert und kostet zwischen 45 und 50 Euro.

    Versicherte bestimmter Krankenkassen haben einmal im Jahr Anspruch auf Übernahme der Untersuchungskosten.

    Da sich der Kreis dieser Kassen ständig erweitert, erfragen sie hierzu bitte aktuelle Informationen an der Rezeption der teilnehmenden Praxen. Diese Krankenkassen übernehmen die Kosten der Tastuntersuchung.

  • 4. Wo melde ich mich für die Untersuchung an?

    Die Rezeptionen der teilnehmenden Praxen führen für die Medizinische Tastuntersuchung einen eigenen Kalender. Hier können Sie sich entweder in Verbindung mit Ihrer allgemeinen Vorsorgeuntersuchung oder auch separat davon einen Termin reservieren lassen.

  • 5. Wie oft sollte ich mich untersuchen lassen?

    Die Krebsvorsorgevereinbarung sieht eine Tastuntersuchung der Brust einmal im Jahr vor. Ob eine häufigere Untersuchung sinnvoll ist, hängt im Wesentlichen von dem Vorhandensein bestimmter Risikofaktoren (hierzu sollten Sie sich im ärztlichen Gespräch individuell informieren lassen) und natürlich auch von Ihrem persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab.

  • 6. Ersetzt die Medizinische Tatuntersuchung die ärztliche Untersuchung?

    Nein, aber sie ergänzt die ärztliche Untersuchung vorteilhaft. Jede von der MTU aufgefundene Strukturauffälligkeit wird ärztlicherseits kontrolliert und bewertet. Hierbei wird dann festgelegt, ob und welche weiteren Untersuchungen (Brustultraschall, Mammographie) eventuell erforderlich sind.

  • 7. Wie verhalten sich Brustultraschall, Mammographie und Medizinische Tastuntersuchung zueinander?

    Der optimale Gesundheitscheck der Brust kombiniert alle zur Verfügung stehenden diagnostischen Methoden miteinander, bezieht also auch die Aussage des Ultraschallbildes und des Mammogramms mit ein. Die Tastuntersuchung ist ohne technisches Gerät möglich und beinhaltet keine Strahlenbelastung, je dichter jedoch das Brustdrüsengewebe ist, desto schwieriger wird die Bewertung durch die Tastuntersuchung allein. Viele Praxen bieten Ihnen daher auch eine Kombination aus Medizinischer Tastuntersuchung und Brustultraschall als sinnvolles Brustcheck-Paket an. Die Teilnahme am Mammographie-Screening kann und soll die Medizinische Tastuntersuchung nicht ersetzen.
    Bitte besprechen Sie mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt, welche Form der erweiterten Vorsorge für Sie persönlich empfehlenswert ist.

  • 8. Stellt die Medizinische Tastuntersucherin Diagnosen?

    Nein. Die Aufgabe der Medizinischen Tastuntersucherin beschränkt sich auf die Erhebung des Tastbefundes der Brust - das macht sie allerdings optimal. Dafür sorgen nicht nur der besonders hohe Zeiteinsatz und der strukturierte Untersuchungsablauf, sondern natürlich der hoch trainierte Tastsinn der MTU. Mit diesem wird sie die von der Norm abweichenden tastbaren Veränderungen des Brustdrüsengewebes erfassen. Dabei handelt es sich am häufigsten um gutartige Veränderungen wie Zysten und gutartige Bindegewebstumoren. Ob es sich bei einer Tastauffälligkeit um eine solche Veränderung oder eine bösartige Neubildung handelt, kann immer nur die weitergehende Abklärung, die Aufgabe des Arztes ist und leitliniengerecht erfolgt, entscheiden. Auch wenn die Medizinische Tastuntersuchung keine Auffälligkeiten und damit keine Notwendigkeit zu einer weiteren Diagnostik ergibt, ist der Arzt / die Ärztin verpflichtet, dieses Ergebnis von der MTU entgegenzunehmen und zu bewerten, da er /sie rechtlich die Untersuchung verantwortet.

  • 9. Kann eine Tastuntersuchung für sich alleine das Vorliegen einer bösartigen Brustveränderung ausschließen?

    Nein. Auch wenn die geltenden Krebsfrüherkennungsrichtlinien die Tastuntersuchung der Brust zur Basis- (und bei Frauen unter 50 und über 69 auch zur einzigen!) Diagnostik machen, muss man anerkennen, dass sich bestimmte Frühformen bösartiger Gewebeveränderungen nicht durch die Tastuntersuchung allein finden lassen - oder erst zu einem späteren Zeitpunkt. Auch die Gewebedichte kann die Erhebung des Tastbefundes erschweren und - in seltenen Fällen - seine diagnostische Auswertung sogar unmöglich machen. Gleichwohl sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine vorliegende Gewebeveränderung durch Tasten nicht gefunden wird, umso mehr je gründlicher die Tastuntersuchung ausgeführt wird. Die Tastuntersuchung durch die MTU dürfte hier optimale Voraussetzungen bieten.

  • 10. Wer haftet für das Ergebnis der Medizinischen Tastuntersuchung?

    Die Verantwortung für das Ergebnis der Medizinischen Tastuntersuchung übernimmt immer die Ärztin / der Arzt, mit der / dem Sie als Patientin den Untersuchungs- bzw. Behandlungsvertrag abgeschlossen haben, d.h. von der / dem Sie die Untersuchung in Rechnung gestellt bekommen. Daher ist auch bei unauffälligem Tastbefund eine ärztliche Abschlusskonsultation vorgesehen.

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